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Die herausragende Bedeutung, die die Burgwallanlage von Lossow verbunden mit ihrem spezifischen kultischen Gepräge hatte, lässt sich bisher nur aus der Dokumentation einiger weniger publizierter Vorberichte, aus Zeitungsartikeln bzw. aus Einzelveröffentlichungen ausgewählter Befunde erahnen. Vor allem für die Ausgrabungen vor dem 2. Weltkrieg liegen nur wenige Hinweise für die Gesamtsituation der Funde und Befunde vor. Aufzeichnungen zu den Einzeluntersuchungen der Altgrabungen sind zumeist verloren gegangen und daher nicht mehr rekonstruierbar. Archäozoologische Untersuchungen für diese Zeit liegen lediglich durch einen Aufsatz von Hilzheimer für die Grabung von 1919 vor. Jedoch sind seinerzeit untersuchte Tierknochen heute keinem Befund mehr zuzuordnen, da dementsprechende Angaben in den Unterlagen fehlen. Auch für die anthropologischen Untersuchungen liegen kaum Ergebnisse vor. So ist das Manuskript über die Auswertung der Menschenknochen der Grabung von 1919 sowie auch das anthropologische Material verloren gegangen. Aber auch eine monografische Aufarbeitung jüngster Ausgrabungen steht bis heute noch aus. Archäobotanische Untersuchungen, Phosphat- und auch andere weiterführende naturwissenschaftliche Analysen wurden bislang nicht durchgeführt. Geologische Gutachten sind teilweise erstellt, bisher aber ebenfalls noch nicht veröffentlicht. Aus diesen Punkten resultiert die dringende Notwendigkeit, sich dem Projekt Lossow erneut zuzuwenden, offene Fragen zu klären und die Neuuntersuchung auf mehrere Schwerpunkte zu konzentrieren. |



